Sanierung Buschbrunnenquelle und Neubau einer Entsäuerungsanlage

Die Gemeinde Baiersbronn wird im Mutterort Baiersbronn, Friedrichstal, Mitteltal und Reichenbacher Höfe zu 100 % mit Trinkwasser des Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig versorgt.  Hauptsächlich in diesen Gebieten reichen die Quellschüttungen für die Versorgung nicht aus. Ebenso entspricht die Rohwasserqualität ohne Aufbereitung nicht den Vorgaben der Trinkwasserverordnung.

In Tonbach wird die Buschbrunnenquelle provisorisch in Betrieb gehalten da diese im gesetzlich vorgeschriebenen Notfallplan für die Trinkwasserversorgung als Notversorgung aufgeführt ist.

Die Quellschüttung der Buschbrunnenquelle ist so groß, dass über eine weitere Nutzung als Eigenwasserversorgung nachgedacht wurde um für die Trinkwasserversorgung in den beschriebenen Gebieten ein 2. Standbein zu erhalten.

Vor dem Anschluss an den Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig im Jahr 1984 wurde Tonbach von der Buschbrunnenquelle mit Trinkwasser versorgt.

Grundsätzlich wird in der Trinkwasserversorgung im Hinblick auf eine nachhaltige Versorgungssicherheit eine Versorgung von 2 Seiten angestrebt. Die Nutzung des Eigenwassers stellt auch ein Stück Natur- und Wasserschutz dar und ist auch im Hinblick auf die kommenden Generationen von der Landesregierung gewünscht.

Die Buschbrunnenquelle muss in Betrieb gehalten werden, da sie einen Bestandteil der Notversorgung der Gemeinde Baiersbronn darstellt.
Die Einspeisung der Buschbrunnenquelle erfolgt parallel zur Einspeisung von Wasser des Zweckverbandes Wasserversorgung Kleine Kinzig, damit eine Durchmischung der beiden Wässer gewährleistet ist.

Untersuchungen haben gezeigt, das die Buschbrunnenquelle sich hervorragend für die Trinkwasserversorgung eignet. Ein sich über mehrere Wochen erstreckendes Messprogramm hat ergeben, dass es sich bei der Buschbrunnenquelle nicht um eine oberflächennahe Quelle handelt, somit von Witterungseinflüssen weitestgehend verschont bleibt und auch nicht Gefahr läuft durch Keime verunreinigt zu werden, da die Bodenschicht als Filter dient.

Die Buschbrunnenquelle besteht aus insgesamt 2 Quellschächten, einem Sandfang und einem kleinen Behälter, in welchem zwei Tauchmotorpumpen installiert sind. Mit den Tauchmotorpumpen, wovon eine Pumpe als Reserve dient, wird das Wasser in den HB Wiedenberg gefördert. Im HB Wiedenberg sind 2 weiter Pumpen installiert, die die Förderung zum HB Kohlwald übernehmen. Auch im HB Wiedenberg dient eine Pumpe als Reservepumpe.

Aus Sicht des Gesundheitsamtes sind die Quellen in absehbarer Zeit zu sanieren. Erfolgt dies nicht, wird die Buschbrunnenquelle aus hygienischen Gründen nicht mehr für die Notversorgung von Baiersbronn anerkannt werden.

Eine Sanierung der Buschbrunnenquelle wurde also dringend notwendig

Zusätzlich bot sich die Gelegenheit, die Quelle für die Eigenwasserversorgung kontinuierlich zu nutzen. Dies bedeutet, dass nach der Sanierung der Quelle eine zusätzliche Aufbereitungsanlage dazu beiträgt, dass der pH-Wert des Wassers soweit angehoben wird, dass das Quellwasser der Trinkwasserverordnung entspricht.

Die Aufbereitungsanlage besteht aus einer Filteranlage mit einer Filterschicht aus Kalk und dient zur Vorbeugung einer Desinfektion mit ultravioletten Strahlen. Des Weiteren wird ein Pumpwerk installiert, mit dem das Wasser zum HB Kohlwald gefördert wird. Ein Teil der bestehenden Druckleitung zum HB Kohlwald wird in diesem Zug ebenfalls erneuert.

Hier ein kleiner Einblick in die Sanierungsarbeiten:

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Transport des ca. 2 Tonnen schweren Filterkessels

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das Aufrichten des Kessels erforderte höchste Konzentration

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Der Kran transportiert den Filterkessel zum bestimmten Platz

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geschafft! Der blaue Filterkessel entsäuert das Quellwasser, in dem das Wasser über einen Kalkstein läuft, der sich im Kessel befindet.